katarrh

pukkelpop 2009 oder warum festivals nicht zu empfehlen sind

du bist stundenlang auf den beinen, das kilometerweite geschleppe der sachen vom auto zum campingplatz hängt dir noch in den knochen und trotzdem trinkst du zu viel alkohol. erschöpft ziehst du dich also in dein zelt zurück, um eine runde zu schlafen und scheißt auf die blöden bands, die jetzt oder später noch spielen; nach dem aufwachen möchtest du eine rauchen – zu dumm nur, dass du deine zigaretten verloren hast

im august auf ein festival?! du spinner. den ganzen tag 35° und pralle sonne auf deinen ungeschützten und zugedröhnten schädel, bis du *brrzt* bzw. glglgl

nur weil du es geschafft hast, trotz zu vielem alkohol deinen amateur-fotoapparat nicht zu verlieren, brauchst du jetzt noch lange nicht zu denken, du seist der fotogott bzw. deine kamera könne des nachts aus der entfernung rockstars auf der bühne vernünftig ablichten. wenn du dir nach deiner rückkehr zuhause nicht sicher bist, ob das auf dem bild oben in der mitte mike patton von der funpunktruppe faith no more oder ein ordner in signalweste ist, egal, glauben tun dir deine freunde beides

und wenn dir den umständen entsprechend ein konzertfoto doch mal etwas besser gelingt, dann stellst du fest, die meisten rockmusiker sind scheiße hässlich und trinken garantiert so viel alkohol wie du

du glaubst, der angebotene festivalfraß wird so minderwertig schon nicht sein? oh come on, you drunk asshole …

wenn du einer dieser besoffenen idioten bist, die nachts ihr zelt nicht wiederfinden, dann solltest du dir besser kein tittenzelt kaufen. hat inzwischen nämlich fast jeder. besorg dir lieber eins von quechua

 

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gute beobachtungsgabe in zeiten der schweinegrippe

in barcelona am flughafen, man wartet darauf, endlich das flugzeug betreten zu dürfen. genau wie eine mutter mit ihren beiden jugendlichen söhnen, nur mit dem unterschied, dass diese drei atemschutzmasken tragen. irgendwann beschwert sich der eine sohn bei seiner mutter: „menno, wir sind echt die einzigen, die sowas tragen“.

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neulich, beim auschecken

hotelangestellter (mich ausgiebig musternd): „brain police??“
ich: „tjajaja!!“

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bizarrer touristenunfall auf der straße

sächsisches rentnerpaar: „endschuldigung, gennen Sie sisch hier aus?“
katarrh (seine standardantwort auf diese frage von sich gebend): „ein bisschen.“
sächsisches rentnerpaar: „äh, wir suchen hier ganz in der nähe een beschdimmdes hodel …“
katarrh: „welches denn?“
sächsisches rentnerpaar: „geene ahnung …“
katarrh: „ich dachte, ein bestimmtes hotel?!“
sächsisches rentnerpaar: „ja, aber wir wissen nischd mehr, wie es heißd …“
katarrh: „in welcher straße denn?!“
sächsisches rentnerpaar: „geene ahnung …“
katarrh: „was wollten Sie nochmal gleich wissen?!“
sächsisches rentnerpaar: „na, wo dieses hodel isd!“
katarrh: „und woher soll ich das jetzt wissen, welches Ihr hotel ist?!“
sächsisches rentnerpaar: „man schiggde uns hier runder und hier muss es seen.“
katarrh (heute wie auf drogen; kein wutanfall): „also, die straße runter, ein paar meter weiter, da ist ein hotel. und wenn Sie am ende dieser straße ums eck gehen, ist da ein paar meter weiter auch ein hotel.“
sächsisches rentnerpaar: „oh, dangeschön!“
katarrh (geht weiter): „??“
sächsisches rentnerpaar: „brabbl.“
katarrh (ist schon ein gutes stück weiter jetzt; er blickt sich verstohlen um und sieht das sächsische rentnerpaar in genau der entgegengesetzten richtung weitergehen, als in der, die er beschrieben hat): „puh.“

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andalusien-rundreise, 08.03. – 22.03. (kein reisebericht) #2

schinken, schinken, schinken – wie in vielen bis in den meisten spanischen bars hängen hier schinken von der decke (und nicht etwa schnitzel und würste; es handelt sich hierbei also nicht um ein foto aus fucking jürgen’s kneipe)

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andalusien-rundreise, 08.03. – 22.03. (kein reisebericht) #1

bier mit zitronenscheibeneinlage oder der versuch, bei einer eher nicht sehr aufgeweckt wirkenden bedienung ein alsterwasser bzw. radler zu bestellen (in spanien für gewöhnlich mit gelber zitronenlimonade gemacht)

auch ein normales bier lässt sich bei derselben bedienung eher schlecht ordern; aber immerhin kann man ihr hierbei kaum einen vorwurf machen, denn in betrügerischer absicht steht auf dieser plörreflasche ja drauf, es handle sich bei ihrem inhalt um bier

in der deppenbeapostrophten kneipe von jürgen im fuck-touristenort torremolinos wäre uns das alles natürlich nicht passiert

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mit menschen über filme reden, die keine filmnerds sind oder der versuch einer vorsichtig formulierten überschrift #1

rrh: „es handelt sich bei dem motiv um die szene aus shining, in der jack nicholson durch den spalt in der tür guckt.“
sie: „die szene kenne ich! welcher film war das?“
rrh: „shining.“
sie: „ach ja, aber eigentlich mag ich solche filme gar nicht …“
rrh: „sowas soll’s geben.“
sie: “ … und dieser nicholson sieht sowieso schon so gruselig aus.“
rrh: „tsehe.“
sie: „aber es kann halt nicht jeder wie brad pitt ausehen, hehehe.“
rrh: „genau.“
sie: „oder wie dieser … na … aus gladiator, wie hieß der noch gleich …“
rrh: „dingsbums, äh … russell crowe.“
sie (schwärmend): „ja, genau! aaaw!“
rrh (innerlich am bröckchen lächeln): „ja, super typ.“
sie: „und bei diesem shining, was war da noch mal gleich? das ist der film im dorf, ne? wo alle so krank werden?“
rrh: (ruhe vortäuschend): „nein, der spielt in einem hotel.“
sie: „ach ja, in einem hotelzimmer, ne?“
rrh (ganz ruhig, ganz ruhiiiig): „nein, der spielt in einem hotel.“
sie: „naja, dann verwechsel ich das wohl mit diesem anderen film, auch von spielberg …“
rrh (platzt, seine schädeldecke bleibt oben an der lampe hängen, sein linkes auge in ihrem nicht vorhandenem ausschnitt und seine eingeweide versucht sich selbstständig zu machen und sie zu erwürgen; überall ist blut): „krrhdch cghr rrarrhg.“

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