Monat: Juli 2004

auf der grillparty

ein junger mensch der sorte „ich kann auch ohne alkohol glücklich sein“, jedenfalls trinkt er schon den ganzen abend karamalz, öffnet seine packung steaks, nimmt ein steak heraus und legt es auf den grill und geht weg.
r. denkt sich: „ok, wer sein steak unbeobachtet lässt, der hat es nicht besser verdient, hicks“, nimmt die tube harissa und bestreicht damit gleichmäßig die eine seite des steaks, wendet es und bestreicht die andere und geht wieder weg vom grill.
karamalz kommt wieder, begutachtet sein steak und wendet es und geht wieder weg.
r. denkt sich: „fuck, rülps“, nimmt die tube harissa und besorgt es dem stück fleisch nochmal ordentlich.
malzi hüpft wieder an den grill, fröhlich und ausgelassen wendet er sein immer besser werdendes steak und geht noch ein letztes mal weg.
r.: „boah, scheißtyp, wichser“, harissa drauf, andere seite auch nochmal, tube leer.
der junge mensch ist wieder da, packt den lappen zwischen zwei brötchenhälften und beißt genüßlich hinein, guckt dann etwas irritiert, was ihn aber nicht davon abhält, gleich nochmal hineinzubeißen. jetzt schaut er richtig irritiert drein, ein anderer junger mensch muss auch mal probieren. der schüttelt daraufhin ungläubig den kopf, ein weiterer junger mensch muss testen, bevor das essen wieder zu seinem eigentlichen besitzer zurückkehrt. der daraufhin natürlich auch nochmal abbeißt, erst dann schleudert er das ding in hohem bogen über den zaun.
fazit: drei schwitzende junge menschen mit hochroten köpfen, die restlichen steaks in der packung werden von malzi weggeschmissen, er wird sich von dieser marke nie wieder steaks kaufen.

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strawberry shakes forever

b. steht im mc donald’s hinter einem hiphop-bekleideten schwarzafrikaner und das nun folgende wird ihm wohl für immer ein traumatisches erlebnis bleiben, dem b.:

schwarzafrikaner: „i’d like a strawberry milkshake.“
bedienung (weiblich, jung und eher überfordert): „wie bitte?“
schwarzafrikaner: „milkshake. strawberry.“
bedienung: „aaah, milchshake. wir haben vanille, schoko, erdbeer.“
schwarzafrikaner: „strawberry.“
bedienung: „schoko?“
schwarzafrikaner: „i do mean strawberry.“
bedienung: „schoko, ne?“
schwarzafrikaner: „i said strawberry?!?!“
bedienung (irritiert, schaut hilfesuchend um sich): „äh, kann hier jemand englisch und mir das dann auf deutsch?“
b. (grinst und lässt das arschloch heraushängen): „nein.“
schwarzafrikaner: „s.t.r.a.w.b.e.r.r.y.“
bedienung: „einen augenblick bitte … … ch … cheheeef?“
cheheeef (mürisch): „was?“
bedienung: „ich verstehe nicht, was der da will, tut mir leid.“
cheheeef (nun an „den da“ gewandt): „was ist Ihr anliegen?“
schwarzafrikaner: „well, fuck, i just wonna strawberry. milkshake. s.t.r.a.w.b.e.r.r.y. thats it.“
cheheeef (gereizt, bedienung mit seinen blicken sm-behandelnd): „alles muss man selber machen. schoko, also.“

worauf der chef die schokoplörre in einen pappbecher laufen lässt, der schwarzafrikaner bemerkt das allerdings nicht und bezahlt und geht mit dem becher hinaus.
um 30 sekunden später wieder zur bedienung zu kommen, den becher weit von sich gestreckt: „strawberry, PLEEEEEEEEEEEEEEAAASE.“

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das niveau von witzen in fernsehzeitschriften

in der stammkneipe wird ja schon mal gerne die eine oder andere bedienung hart rangenommen, mit ihr herumgeschäkert, aufmunternde klapse auf den hintern sind leider nicht selten.
aber wenn’s ums bezahlen geht, rennen die zuvor scheinbar bewegungsunfähigen typen teilweise weg, obwohl sie vorher eine offensichtliche, stark persönliche beziehung zu ihrem bier aufgebaut hatten, ja, sogar mit ihm über das abtauen von kühlschränken redeten.
nicht so wir (in dem fall mein kumpel b. und ich, beide hatten wir uns durch unser dummes gelaber schon bei der mithörenden bedienung offenbar beliebt gemacht):
b. und ich: „ssahlenbidde.“
bedienung (zu mir): „macht 5,40, nee, moment, 5,60, nee, entschuldigung, doch nur 5,40.“
ich (augenzwinkernd zu b., aber irgendwie ja schon an sie gewandt): „siehste mal, hab ich doch gesagt, bei den weibern läuft letztendlich immer alles auf sechs raus.“

ps: die bedienung ist dann vor lachen schier zusammengebrochen, vermutlich liest sie gerne fernsehzeitschriften.

pps: b. hat auch brav gezahlt, ich habe aber keine ahnung mehr, was.

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„spaß“ beim tankstellen-shopping

als ich heute an einer tankstelle zwei getränkedosen kaufte, sagte mir der tankwartboy, das mache „vier euro acht“, worauf ich ihm einen fünfeuroschein hinhielt; „was kleines?“, fragte er mich dann. ich dachte mir, „nein, soweit ist die familienplanung noch nicht fortgeschritten“ zu erwidern hätte höchstens das niveau von witzen in fernsehzeitschriften, weshalb es bei einem „ehmnö“ meinerseits blieb.

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